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11.11.2007  

Liewo

Aus «Shakeadelic» wird «Keaden»

Leadsänger Manuel Walser erzählt, wieso die Band plötzlich ihren Namen ändert

Mit neuem Namen und neuem Album geben sich Shakeadelic rockiger denn je. Ob der Name «Keaden» der Band zum Durchbruch verhilft, wird sich zeigen.

von Julia Gstöhl

Manuel, wie kommt es, dass ihr plötzlich den Bandnamen geändert habt?

Manuel Walser: Um das zu verstehen, muss man unsere Geschichte ein wenig kennen. Wir haben vor sieben Jahren als «Shakeadelic» angefangen und uns damals voll und ganz auf Pop und Funk konzentriert. Damals hat der Name «Shakeadelic» gut zu uns und unserer Musik gepasst. Doch mit der Zeit haben wir uns weiterentwickelt und damit auch unser Musikstil. Irgendwann sind wir dann an einen Punkt gelangt, an dem wir das Gefühl hatten, dass die Leute mit dem Namen «Shakeadelic» nicht mehr die Art von Musik in Verbindung bringen, die wir spielen.

Wie seid ihr auf «Keaden» gekommen?

Manuel: Unsere Idee war, das Gute von Shakeadelic mitzunehmen und den Ballast abzuwerfen. Wir sind dabei jedoch lange auf keinen grünen Zweig gekommen. Schliesslich ist so ein Bandname, den man schon seit sieben Jahren trägt, nicht einfach auszuwechseln. Wir haben lange überlegt, ob wir aus dem alten Namen etwas Neues machen könnten, haben ihn uns zusammen angeschaut und gedacht, wir nehmen einfach den Kern von «Shakeadelic», also «kead», heraus und werfen den Rest, den Ballast, weg. Da es aber «Kead» schon gab, sind wir schlussendlich bei «Keaden» hängengeblieben. Dabei war uns auch wichtig, dass wir einen Bandnamen haben, den die Leute aussprechen und auch schreiben können, denn das war mit «Shakeadelic» oft nicht so einfach.

Es ist sehr gewagt, nach sieben Jahren den Bandnamen zu ändern.

Manuel: Ja, klar, es ist sicher ein Risiko. Wir haben uns in den letzten sieben Jahren einen gewissen Ruf aufgebaut und den meisten Leuten in Liechtenstein war «Shakeadelic» ein Begriff. Mit einem neuen Namen müssen wir diesbezüglich sicher wieder bei null anfangen. Wir hoffen einfach, dass die Leute merken, dass sich nur der Name geändert hat, nicht die Band, die sie bereits kennen.

Hat die Änderung auch mit eurem neuen Album zu tun?
 
Manuel: Wir dachten, wenn wir unseren Bandnamen jetzt nicht ändern, machen wir es nie. Auch unser Produzent hat an uns appeliert, dass wir uns mal Gedanken darüber machen sollten, denn Shakeadelic klinge eher wie eine Hobbyband. Musik ist zwar unser grosses Hobby, wir wollen jedoch auch, dass man uns ernst nimmt.

Wie hat euch die Zeit im Studio gefallen?

Manuel: Anfangs waren die Erwartungen nicht sehr hoch, wir wollten einfach eine CD aufnehmen. Wir sind dann mit viel Enthusiasmus ins Studio gegangen und die Ansprüche sind immer mehr gestiegen, weil wir gesehen haben, wie professionell das Ganze abläuft – wobei sehr viel harte Arbeit dahintersteckt. Dabei haben wir sowohl positive wie auch negative Seiten kennenglernt.

Welche waren negativ, welche positiv?

Manuel: Negativ war, dass die Arbeit im Studio mitunter doch sehr stressig sein kann und dass man sich selbst sehr unter Druck setzt, weil viele Erwartungen auf einem lasten. Für die Leute in der Musikbranche ist diese Arbeit wirklich hart verdientes Geld. Positive Aspekte waren Songs, die sich durch neue Ideen, sei es vom Produzenten oder von uns, plötzlich verändert haben und zum Teil noch cooler wurden.

Was wollt ihr mit dem Albumtitel «Under your skin» aussagen?

Manuel: Musik sollte unter die Haut gehen und somit tiefgründiger sein. Auf den ersten Blick ist sie zwar oberflächlich, aber wenn man tiefer in einen Song hineinschaut, kann jeder für sich selber herausfinden, was er einem sagen will, was er zu bedeuten hat. Der Song «Under your skin» selbst handelt von Rassendiskriminierung und Abgrenzung – wenn man unter die Haut schaut, ist jeder Mensch gleich. Was uns voneinander unterscheidet, ist nur die Hautfarbe. Andererseits kann man den Song aber auch unter dem Aspekt der Liebe betrachten; wenn Liebe unter die Haut geht, ist das ein sehr spezieller Moment. Der Song kann viele Bedeutungen haben.

Wie würdest du den Musikstil beschreiben?

Manuel: Es ist ein recht rockiges Album mit zwei, drei Balladen drauf, die auch auf der rockigen Schiene laufen. Um Abwechslung hineinzubringen, haben wir auch einen Song drauf, der technisch programmiert ist. Im Grossen und Ganzen ist das ganze Album jedoch sehr «urchig» gehalten.

Ihr habt seit September einen Plattenvertrag. Was erhofft ihr euch davon?

Manuel: Am meisten reizt es uns, irgendwann auf Tour zu gehen, da wir das noch nie gemacht haben. Mit dem Vertrag mit der deutschen Plattenfirma «Sonic Revolution» haben wir vielleicht die Chance, auch in Deutschland aufzutreten und unsere CDs zu verkaufen. Wenn wir dort gut ankommen, sind wir sicher nicht abgeneigt, wieder ins Studio zu gehen.

Infobox

«Shakeadelic»: Gegründet wurde die Band vor sieben Jahren. Ihren ersten Auftritt als Pop/Rock-Band hatte sie rund eineinhalb Jahre später und zwar am Little Big One Musikmarathon im Vaduzer Saal, wo sie gleich den 1. Platz holte. Von da an ging es ziemlich steil aufwärts. Mit dem 3. Platz am Talentewettbewerb im Konrad Sohm und dem 1. Platz am «Sauntschäk» gewannen «Shakeadelic» im gleichen Jahr drei Preise für ihre Musik. Auftritte an der EM-Meile, am Open Air Wavejam und am Staatsfeiertag 2004 folgten. Im Mai 2005 feierte die Band ihre erste CD-Taufe «on fire» im Magnet in Balzers. Das absolute Highlight für die sieben Musiker war der Sieg beim «Newcomer Tufertschwil Contest 06» in Jonschwil. Ihren letzten Auftritt als «Shakeadelic» war gestern beim vom Verein «Shaker» organisierten «Live im <br>Saal» im Vaduzer Saal.

(www.keadenmusic.com/www.shaker.li)

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