12.11.2007
Liechtensteiner Vaterland
Shakeadelic geht, Keaden kommt
Im Rahmen des Shakeadelic-Konzerts «Live im Saal» am Samstagabend in Vaduz sollte das neue Album getauft und dessen Name enthüllt werden. Dies war jedoch nicht die einzige Überraschung des Abends.
Die mehreren Hundert Konzertbesucher wurden lange auf die Folter gespannt. Das Warten auf die grosse Überraschung gestaltete sich jedoch angenehm. Vor Shakeadelic spielte die Blues- und Rockband Bluebones. Sie begeisterte das Publikum nicht nur durch den eingängigen Sound, sondern auch durch die spektakuläre Performance. Keiner im Saal blieb ruhig stehen, als die Bluebones Klassiker der Siebziger und Achtziger zum Besten gaben. Die Bluebones gibt es schon seit 21 Jahren. Sie zählen sich selbst bereits zu den «Rockdinos» des Landes, doch am Samstag bewiesen sie eindrücklich, dass auch Dinosaurier rocken können.
Auf dem Weg nach oben
Kurz nach 22 Uhr war es dann endlich so weit. Shakeadelic starteten ihren Auftritt mit einem Stück aus ihrer Anfangszeit.Vor sieben Jahren wurde die Band gegründet. Der erste Auftritt folgte schon eineinhalb Jahre später am Little Big One Musikmarathon, wo Shakeadelic den ersten Platz belegen konnte. Seitdem folgte ein kometenhafter Aufstieg, viele Auftritte und Preise. Bisheriger Höhepunkt war der Sieg beim Newcomer Contest des Open Airs Tuffertschwil im vergangenen Jahr. Nach einem Song aus dieser Zeit dann die ganz grosse Überraschung: Nicht nur ein neues Album konnte gefeiert werden, sondern auch ein neuer Bandname. Hinter der Bühne leuchteten auf einer riesigen Leinwand der neue Name und das neue Logo der Band auf. Aus Shakeadelic wurde Keaden.
Wie es dazu kam, erklärte Leadsänger Manuel Walser mit einem Blick in die Geschichte der Band. Nachdem man zu Beginn eher poppige Titel gespielt hatte, entwickelte sich die Band weiter und ist nun viel rockiger als in ihrer Anfangszeit. Diese neue Ausrichtung sollte sich auch im Namen der Band widerspiegeln, weshalb nur noch der Wortkern «kead» von Shakeadelic verwendet und weiterentwickelt wurde.Wichtig ist Manuel Walser, dass der Name angepasst wurde, die Band aber immer noch dieselbe ist. Gleichzeitig ist der neue Name auch ein Schritt in die Professionalität, denn in diese Richtung geht Keaden mit ihrem Debütalbum «Under your skin», dessen Titel gleichzeitig mit dem neuen Bandnamen enthüllt wurde. Die deutsche Plattenfirma Sonic Revolution wird um den Vertrieb besorgt sein.
Partystimmung
Natürlich gab Keaden anschliessend auch gleich einige Stücke aus ihrem neuen Album zum Besten. Überzeugend war dabei nicht nur der rockige Sound, sondern auch die spektakuläre Lightshow und die Tänzerinnen, die zu einem Stück auftraten. Bevor das neue Album schliesslich offiziell mit einer Flasche Champagner getauft wurde, stellte Manuel Walser die Band vor. Neben dem Leadsänger gehören zu Keaden: Leonie Matt und Rebekka Biedermann – die am Samstag krankheitsbedingt fehlte – als Backgroundsängerinnen, Simon Gabathuler an der Bassgitarre, Patrick Burgmeier am Schlagzeug sowie Markus Büchel und Simon Schädler als Gitarristen. Der Titel des Albums «Under your skin» soll ausdrücken, dass die Musik auf der neuen CD unter die Haut gehen und tief berühren soll. Gleichzeitig geht es aber um die Verurteilung von Rassendiskriminierung, denn unter ihrer Haut sind alle Menschen gleich. Neben rockigen Stücken haben auch einige Balladen ihren Weg auf das Debütalbum gefunden.
Wie es mit Keaden genau weitergeht, steht noch nicht fest. Sicher ist aber, dass für die Band die Musik weiterhin im Mittelpunkt stehen wird. Am meisten würde es sie reizen, irgendwann einmal auf Tour zu gehen. Durch den neuen Plattenvertrag kann Keaden hoffen, auch in Deutschland grössere Bekanntheit zu erreichen. Für die grosse Unterstützung im Vorfeld bedankte sich Manuel Walser bei allen am Albumrelease beteiligten Personen. Für den Verein Shaker, der «Live im Saal» organisierte, kann der Anlass als voller Erfolg betrachtet werden. Nicht nur während der Liveauftritte, sondern auch noch lange danach war die Stimmung im Saal hervorragend. Es wurde bis in den Morgen gefeiert.
lam, Liechtensteiner Vaterland