
Hinter den sieben Bergen, bei den 7 Zwergen…an solche Märchen erinnern wir uns alle und ein wenig könnte man das auf Keaden ummünzen. Denn die 7 Musiker kommen aus dem kleinen Fürstentum Liechtenstein, das ja eher weniger zu beliebten Touristenzielen zählt. Und in eben jenem fernen Liechtenstein haben 5 Herren und 2 Damen ein Album aufgenommen, dass sie nun auf Deutschland loslassen wollen.
In Österreich und der Schweiz haben sie sich nämlich bereits einen Namen gemacht und mit Größen wie Xavier Naidoo oder Jamiroquai gespielt. Musikalisch haben sie allerdings weder mit dem einen, noch mit dem anderen viel gemein, denn Keaden machen schnörkellosen Pop Rock. Wobei hier der Schwerpunkt eher auf melodiöse Refrains, als auf harte Gitarrenriffs gesetzt wird. Das Ergebnis klingt folglich nach Weichspülern wie Sunrise Avenue oder Tobias Regner, was allerdings bereits den Erfolg bei Radiostationen erahnen lässt. Was ja nicht schlecht ist, wenn man bekannt werden möchte und nebenbei sollte auch erwähnt werden, dass Manuel Walser eine weit bessere Gesangsleistung an den Tag legt, als die eben erwähnten.
Wem die Stimme bekannt vorkommen sollte, dem sei übrigens nahegelegt einen Blick in sein Regal zu werfen und nach einer Scheibe von „Shakeadelic“ zu schauen. Denn Keaden haben hier nicht abgekupfert, sondern sind es schlicht selbst und haben nun nach einigen Jahren den Bandnamen geändert. Wenn sie mit diesem mal Fuß gefasst haben sollten und dann ein Päckchen Mut in Ihre Tracks streuen, was die Power und Experimentierfreude angeht, könnte da auch noch was ganz Spannendes draus entstehen. Denn momentan ist mir persönlich das Ganze noch ein wenig zu kommerziell und vorhersehbar.
Wenn Keaden allerdings auf der Titelseite der BRAVO landen und in die Charts kommen möchten, könnte das mit einigen Songs von „Under Your Skin“ sicherlich gelingen.
http://www.vainstream.com/reviews/keaden/under-your-skin.html