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18.11.2008  

Liechtensteiner Volksblatt

Rockige Familienparty

Volles Haus und ausgelassene Stimmung beim "Keaden"-Konzert im TaK

VADUZ - Ganz so unplugged wie angekündigt war das Konzert der Liechtensteiner Formation "Keaden" am Samstag im TaK zwar nicht. Dafür setzte die Truppe zusammen mit Special Guests das Publikum anderthalb Stunden lang unter Strom.

- Johannes Mattivi

Familiär war das Konzert allemal, nicht nur durch die vielen Kerzen auf der Bühne, die im Verlaufe des Abends angezündet wurden. Das zeigte schon ein Blick ins Publikum, wo neben den jungen Fans auch zahlreiche Verwandte und Bekannte mittleren Alters gekommen waren. "Das ist immer so", erklärt "Keaden"-Frontman Manuel Walser, "vielleicht weil wir nicht so auf Härte setzen wie andere Liechtensteiner Bands".

Gitarrenlastiger Bandsound

In der Tat setzen "Keaden", die früher jahrelang als "Shakeadelic" durch Liechtenstein und die Region tourten, an diesem Abend und gemäss ihrem neuen Image auf straighten und rhythmischen Rock, auf gitarrenlastigen fetten Bandsound, auf die grosse, melodiöse Geste und viel Gefühl. Der Sound ist berechenbar, die Harmonien verlässlich, die Songs durchstrukturiert und man hört deutlich die internationalen Vorbilder wie U2 oder vielleicht auch REM durch. Guter und solider Bandklang also, der nicht so sehr durch Überraschungen besticht, dafür aber durch Drive, der sich rasch auf das Publikum übertrug und für viel Begeisterung und gute Stimmung sorgte.

Für Überraschungen sorgten dann eher die Special Guests, die zum Abend eingeladen waren. Götz Arens, der vom begleitenden Keyboard zum Klavier wechselte, und mitten in der Nummer "Sunday" für ein langes Solo sorgte. Einer der ersten wirklich ruhigen Momente im Konzert, bei dem romantisch, fast wehmütige Stimmung aufkam und wofür er viel Applaus erntete. Rebekka Biedermann, die als Background-Sängerin bei Songs wie "Here I am" oder "Runaway" ihre Qualitäten im Duett im Manuel Walser gezeigt hatte, entpuppte sich zusammen mit Karin Müller und Denise Büchel von "Nevertheless" als soulige Sängerin mit erstaunlich viel Ausdrucks- und Wandlungsfähigkeit in der Stimme. Marc Konrad schliesslich fettete die solide Drumm-Grundlage von Patrick Burgmeier mit etlichem zusätzlichem Schlagwerk auf.

Väter auf der Bühne

Die wirkliche Überraschung folgte dann in der Zugabe, als Manuel Walser und Simon Schädler ihre Väter aus dem Publikum auf die Bühne holten, beide altgediente Rock n' Roller mit langer Banderfahrung. Mit dem Stones-Klassiker "The last time" auf vier Gitarren, der gleich zweimal gegeben wurde, kam im Saal richtige Partystimmung auf. Das Publikum stand von den Sitzen auf und klatschte mit. Jubelnder Applaus für einen gelungenen Abend, der dann im Foyer bei der Afterparty fortgesetzt wurde.

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